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Websites 7 Min. Lesezeit

Was kostet eine Website? Die 7 Faktoren, die den Preis bestimmen

Eine ehrliche Antwort ohne Fantasiezahlen: Was den Preis einer Firmenwebsite wirklich bestimmt – und wie Sie ein Angebot richtig einordnen.

Kurz zusammengefasst

  • Den einen Preis für „eine Website“ gibt es nicht – der Aufwand hängt von Umfang, Inhalten, Design, Funktionen und Pflege ab.
  • Die größten Preistreiber sind selten die Technik, sondern fehlende Inhalte und Sonderfunktionen.
  • Ein gutes Angebot beschreibt den Leistungsumfang so klar, dass Sie es mit anderen vergleichen können.

„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, die ich im Erstgespräch höre – und die ehrliche Antwort „Das kommt darauf an“ ist für Sie erst einmal wenig hilfreich. Deshalb erkläre ich in diesem Beitrag, worauf es ankommt. Wenn Sie die sieben Faktoren kennen, können Sie jedes Angebot einordnen, Äpfel mit Äpfeln vergleichen und entscheiden, wo sich Sparen lohnt und wo nicht.

Eines vorweg: Konkrete Preise nenne ich hier bewusst nicht. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil eine Zahl ohne Leistungsumfang mehr verwirrt als hilft. Eine Website für einen Handwerksbetrieb mit fünf Seiten und ein Relaunch mit Onlineshop und Anbindung an eine Branchensoftware sind zwei völlig verschiedene Projekte – auch wenn beide am Ende „eine Website“ heißen.

Warum es keine Pauschalantwort gibt

Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal, sondern eine Dienstleistung – vergleichbar mit einer Badsanierung. Niemand kann Ihnen am Telefon sagen, was ein neues Bad kostet, ohne zu wissen, wie groß es ist, was erneuert werden soll und welche Ausstattung Sie sich wünschen. Für den Renovierungsbetrieb VES Homedesign aus Sinsheim habe ich genau dafür einen Online-Kostenrechner gebaut, der aus den Angaben der Interessenten einen Richtpreis ermittelt.

Bei Websites funktioniert das Prinzip genauso: Der Preis ergibt sich aus Umfang und Anforderungen. Die gute Nachricht: Die Faktoren sind überschaubar, und die meisten davon haben Sie selbst in der Hand.

Die 7 Faktoren, die den Preis einer Website bestimmen

1. Umfang: Wie viele Seiten und Bereiche

Der offensichtlichste Faktor. Eine kompakte Website mit Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt ist schneller umgesetzt als ein Auftritt mit zwanzig Unterseiten, mehreren Standorten und einem Blog. Entscheidend ist dabei weniger die reine Seitenzahl als die Zahl der unterschiedlichen Seitentypen: Zehn Leistungsseiten mit gleichem Aufbau sind weniger Aufwand als fünf Seiten, die alle anders aussehen sollen.

Mein Tipp: Planen Sie die Struktur so klein wie möglich und so groß wie nötig. Was Ihre Kunden nicht suchen, muss nicht auf die Website. Erweitern lässt sich später immer.

2. Inhalte: Wer liefert Texte, Bilder und Logo

Der am meisten unterschätzte Faktor. Eine Website besteht zum Großteil aus Inhalten – und die müssen von irgendwoher kommen. Liefern Sie fertige Texte und gute Fotos, sinkt der Aufwand deutlich. Müssen Texte erst geschrieben, Fotos organisiert oder ein Logo erstellt werden, kommt diese Arbeit dazu.

In meinen Projekten ist das die häufigste Ursache für Verzögerungen: Die Technik ist fertig, aber die Inhalte fehlen noch. Deshalb klären wir im Angebot genau, wer was erstellt. Stichpunkte von Ihnen reichen oft als Grundlage; den Rest übernehme ich oder wir arbeiten mit einem Texter zusammen.

3. Design: Angepasste Vorlage oder individuelle Gestaltung

Zwischen „eine bewährte Vorlage an Ihr Unternehmen anpassen“ und „ein komplett eigenes Design entwickeln“ liegt viel Spielraum. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist ein sauber angepasstes Design mit eigenen Farben, Schriften und Bildern die richtige Wahl: Es sieht professionell aus, ist mobil optimiert und bleibt bezahlbar.

Ein vollständig individuelles Design lohnt sich, wenn Ihre Marke stark von der Gestaltung lebt oder Sie Funktionen brauchen, für die es keine Vorlagen gibt – etwa einen Konfigurator oder ein Kundenportal.

4. Funktionen: Vom Kontaktformular bis zur Schnittstelle

Hier entstehen die größten Unterschiede. Ein Kontaktformular gehört zum Standard. Alles darüber hinaus ist Zusatzaufwand – und zwar in sehr unterschiedlicher Größenordnung:

  • Terminbuchung oder Rückrufservice
  • Mehrsprachigkeit
  • Onlineshop, Gutscheinverkauf oder Kursbuchung – siehe Onlineshop-Erstellung
  • Rechner und Konfiguratoren, wie der Badsanierungs-Rechner für VES Homedesign
  • Anbindung an Ihre Software: Für EHO Immobilien aus Heilbronn werden die Objekte automatisch aus der Maklersoftware auf die Website übernommen
  • Kundenbereiche, Mitarbeiter-Logins, interne Portale

Überlegen Sie bei jeder Funktion, ob sie jetzt gebraucht wird. Vieles lässt sich in einem zweiten Schritt ergänzen, wenn die Website läuft und erste Erfahrungen da sind.

5. Technik: Baukasten, WordPress oder individuelle Entwicklung

Die technische Basis beeinflusst nicht nur die Erstellung, sondern vor allem die Jahre danach. Ein Homepage-Baukasten ist in der Erstellung günstig, bindet Sie aber an den Anbieter und seine Grenzen. WordPress ist flexibel, weit verbreitet und lässt sich von Ihnen selbst pflegen. Individuelle Entwicklung ist dann sinnvoll, wenn Standardlösungen nicht reichen.

Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Ihren Zielen ab – ich habe die Unterschiede im Beitrag WordPress oder Homepage-Baukasten? zusammengefasst.

6. Suchmaschinen: Grundlagen oder laufende Optimierung

Dass eine Website technisch sauber aufgebaut ist – mit sinnvollen Seitentiteln, Beschreibungen, schnellen Ladezeiten und einer Sitemap – gehört bei mir zu jedem Projekt dazu. Das sind die SEO-Grundlagen. Etwas anderes ist die laufende Suchmaschinenoptimierung: regelmäßig neue Inhalte, Auswertung der Suchanfragen, Ausbau der Seiten. Das ist eine eigene Leistung mit eigenem Aufwand.

Für die meisten regionalen Unternehmen sind die Grundlagen plus ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil der wichtigste Hebel. Mehr dazu im Beitrag Lokal bei Google gefunden werden.

7. Laufende Kosten: Hosting, Updates und Pflege

Eine Website ist mit dem Launch nicht „fertig“. Dazu kommen Domain und Hosting, regelmäßige Updates, Backups und Sicherheitsprüfungen – und die Frage, wer sich darum kümmert. Manche Unternehmen übernehmen das selbst, andere lassen die Website betreuen. Beides ist in Ordnung, sollte aber im Angebot klar benannt sein, damit es später keine Überraschungen gibt.

Wo Sie sparen können – und wo besser nicht

Sparen können Sie bei der Seitenzahl, indem Sie mit dem Wesentlichen starten. Bei den Inhalten, wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern oder gute Vorarbeit leisten. Und bei Funktionen, die Sie erst später brauchen.

Nicht sparen sollten Sie an der mobilen Darstellung – die meisten Ihrer Besucher kommen über das Smartphone. Nicht an der Ladezeit, nicht an Impressum und Datenschutzerklärung und nicht an Backups und Updates. Diese Punkte kosten im Vergleich wenig, entscheiden aber darüber, ob die Website Anfragen bringt und sicher läuft.

So lesen Sie ein Website-Angebot richtig

Wenn Sie mehrere Angebote vergleichen, achten Sie weniger auf die Summe am Ende als auf diese Fragen:

  • Ist der Leistungsumfang konkret beschrieben – Seiten, Funktionen, Design?
  • Steht drin, wer die Inhalte erstellt und liefert?
  • Gehört die mobile Optimierung dazu? (Sollte selbstverständlich sein.)
  • Wem gehören am Ende Domain, Website und Zugänge? Sie sollten es sein.
  • Was passiert nach dem Launch: Einweisung, Betreuung, Hosting?
  • Was ist nicht enthalten?

Ein Angebot, das diese Fragen beantwortet, ist vergleichbar. Eines, das nur „Website: Pauschalpreis“ sagt, ist es nicht.

Wie ich bei jetweb.tech vorgehe

Jedes Projekt beginnt mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir, was Ihre Website leisten soll, welche Inhalte vorhanden sind und was sich zuerst lohnt. Danach erhalten Sie ein Angebot mit klar beschriebenem Leistungsumfang – ohne versteckte Posten. Was genau bei mir zu einer Website dazugehört, steht auf der Seite Website erstellen lassen.

Sie möchten wissen, was Ihre Website kosten würde? Schreiben Sie mir kurz, worum es geht – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, bevor es losgeht.

Häufige Fragen

Warum stehen auf jetweb.tech keine Preise?

Weil eine Zahl ohne Leistungsumfang nichts aussagt. Eine Website mit fünf Seiten und fertigen Texten ist ein anderes Projekt als ein Relaunch mit Onlineshop und Schnittstelle. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein Angebot, in dem genau steht, was enthalten ist.

Reicht nicht eine günstige Baukasten-Website?

Für manche Betriebe ja – etwa, wenn die Website nur Adresse und Öffnungszeiten zeigen soll. Sobald Sie über Google gefunden werden wollen, eigene Funktionen brauchen oder die Website später erweitern möchten, stoßen Baukästen oft an Grenzen. Den Vergleich finden Sie im Beitrag „WordPress oder Baukasten“.

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Mindestens Domain und Hosting. Dazu kommen je nach Website Updates und Sicherheits-Backups, eventuell kostenpflichtige Erweiterungen und die Pflege der Rechtstexte. Diese Punkte sollten im Angebot getrennt von der Erstellung aufgeführt sein.

Wie lange dauert es, bis eine Website fertig ist?

Das hängt vor allem vom Umfang ab – und davon, wann Texte, Bilder und Logo vorliegen. In der Praxis warten Projekte am häufigsten auf Inhalte, nicht auf Technik. Einen realistischen Zeitplan bekommen Sie mit dem Angebot.

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